Die unendliche Geschichte oder wie bescheuert kann man sein

Der Bereich für Eure Projekte, Um- und Aufbauten. Auch Tips und Tricks zu Feinheiten, aber keine Standardthemen wie: so wechselte ich die Bremsbeläge.

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Ausreden-König
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Re: Die unendliche Geschichte oder wie bescheuert kann man s

Beitrag von Ausreden-König » Mittwoch 15. Mai 2013, 12:07

Sehr cooler Bericht! Sag mal wie hast du die Schwinge wieder so geil hin bekommen? :shock:
GSX-R 750 Cup 2013 #73

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moik
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Re: Die unendliche Geschichte oder wie bescheuert kann man s

Beitrag von moik » Mittwoch 15. Mai 2013, 12:44

Ausreden-König hat geschrieben:Sehr cooler Bericht! Sag mal wie hast du die Schwinge wieder so geil hin bekommen? :shock:
Kleiner Tipp... werf mal nen Blick auf seinen Nick. Gelernt ist gelernt.
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Re: Die unendliche Geschichte oder wie bescheuert kann man s

Beitrag von Schlosser » Mittwoch 15. Mai 2013, 13:59

Ausreden-König hat geschrieben:Sehr cooler Bericht! Sag mal wie hast du die Schwinge wieder so geil hin bekommen? :shock:
Knitter rausgeschnitten, Alulegierung bestimmen lassen, Kantblech eingepaßt, eingeschweißt, Schwinge gerichtet, Seiten feingeschliffen und poliert. Fertsch. 3 - 4 Stunden Arbeit. Sollte jeder Schlosser können. ;)
Grüße,
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Re: Die unendliche Geschichte oder wie bescheuert kann man s

Beitrag von FrankyFuchs » Mittwoch 15. Mai 2013, 14:26

:icon_thumleft

Ein ganz normaler bekloppter Werdegang :D

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Schlosser
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Re: Die unendliche Geschichte oder wie bescheuert kann man s

Beitrag von Schlosser » Mittwoch 15. Mai 2013, 21:34

Nachdem ich nun nicht mehr als Wanderschikane über die Geraden taumelte, 200 PS Literleistung waren noch eher selten bei den 1-spurigen, das Eisen anständig bremste, das Fahrwerk hinten vermeintlich gut war ..... ich kannte ja nichts besseres, stellte sich irgendwann eine gewisse Disharmonie ein.

Kennt Ihr ne? Disharmonie.

Als Fahrwerksdepp hab´ ich mich erst mal belesen, da ja jeder, den ich fragte, was anderes zu melden hatte. Als Thronlektüre gab´s das kleine Büchlein aus dem Hause Koch & Wilbers. Habe dann ziemlich schnell den Schluß gezogen, die Touristenforke war gut aber hier fehl am Platze.

Es folgte der übliche Hantier, Negativfederweg und Fahrniveau, Setup anpassen, härtere Federn, Hydros, Luftkammer ... mehr geht ja auch bezahlbar nicht. Jau ne, das war dann mal eine Gabel. By dem Weg kam auch direkt ein Lenkungsdämpfer aus dem Hause "Dünnes Öl" mit rein. Die Falco hatte zwar nicht den Qualm aus den Ecken raus zu wheelen, aber ein bischen tat sie schon zucken. So ein ganz bischen.

Yes Sir und dann war das Ding vorne gut und die Disharmonie .... hehehe, ist jetzt mein Lieblingswort ..... wieder da. Erneute Lektüre in Mini´s Schmöker verdeutlichte mir, mache nie vorne ohne hinten oder umgedreht.

Also liess ich das Güldene von hinten zum Dealer hinspeditionieren. War ja erst 1 Jahr alt, da kann man ja schon mal wieder richtig ran. *grrr* Die Aufgabenstellung war eigentlich genau die gleiche wie beim Kauf. Zusätzlich kam eine Längenverstellung mit rein und ´ne hydr. Federvorspannung.
Beim Einbau fiel mir schon auf, das Moped hatte hinten genau 0 Negativweg, i.W. *null*. Kannich sein, Anruf in der Fahrwerksbude .... nein nein alles richtig, auffe Rennbahn brauchste kein Neagtiv hinten! Häää, hat dem Mini Käse in sein Büchlein geschrieben. Aber gut, die haben wohl alle Ahnung, wird schon gehen.

Das nächste Training würde es zeigen, da würde es einen richtigen Durchmarsch geben.

Nächster Termin in OL, tja geschissen, die Konis meiner schönen Z1 anno 1980 fluppten ja besser als dieses schweineteure Öhlinsgeraffel. Welche Oberpfeifen hatten da wohl die Finger dran? Und ich rufe auch noch an.
Aber ich hatte mal wieder Glück, aus dem Hause Oberpfeifen war der Renndienst Vorort. Nach einer kurzen Schilderung bat mich der Kollege um den Ausbau und 3 Stunden Zeit. Beides bekam er.

Nachdem der Sepp *grins* den Dämpfer seziert hatte, zeigte sich wohl eine Menge Murks an den Innereien sowie an der Federvorspannung. Seine Worte kann ich nicht wiedergeben, es lesen ja Kinder mit. Und dann funzte das Teil allererste Kajüte. Ich war zwar nicht schneller aber die Pellen hielten auf einmal. War ja auch was wert.

So folgten dann einige Veranstaltungen, wo ich dann auch mal andere Hobel fahren konnte. Die Erkenntnis daraus war, boah wat fahren die leicht ums Eck und wat fährst Du hier für´n Goldwingverschnitt.

Naja, am Gewicht hatte ich ja ausser weglassen auch noch nicht viel gemacht und so fing ich mit dem abmagern erstmal bei den Rädern an. Geschmiedet waren die doch sehr lecker und auch noch leicht.
7.jpg
Ich wollte ja eigentlich ´n richtiges Rennmopped. Wieso kaufst Du Depp Dir nicht einfach eines und nimmst die Falco für die Touren? Doofkopp sag´ ich da mal heute.

Gut war, dass 2/3 der Umbauten unter dem "Blech" passierten und meine Geliebte den wirtschaftlichen Umfang dieses Zeitvertreibes nicht annähernd erahnte. Das war sogar sehr gut …. oder eher sehr sehr gut.
Grüße,
Schlosser-
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Re: Die unendliche Geschichte oder wie bescheuert kann man s

Beitrag von Bastian » Donnerstag 16. Mai 2013, 00:36

Schlosser hat geschrieben:Gut war, dass 2/3 der Umbauten unter dem "Blech" passierten und meine Geliebte den wirtschaftlichen Umfang dieses Zeitvertreibes nicht annähernd erahnte. Das war sogar sehr gut …. oder eher sehr sehr gut.

Ich schmeiß mich weg, wieso bloss kenne ich das nur zu gut... :lol: 8)
Gruß Bastian


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Re: Die unendliche Geschichte oder wie bescheuert kann man s

Beitrag von 3._#34 » Donnerstag 16. Mai 2013, 11:10

Schlosser hat geschrieben:Also liess ich das Güldene von hinten zum Dealer hinspeditionieren.
Hinspeditionieren!!!
Ich brech ab! :lol: :lol: :lol: :lol:
Ganz schön wird's zum Glück nie.

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Re: Die unendliche Geschichte oder wie bescheuert kann man s

Beitrag von Ozzi » Donnerstag 16. Mai 2013, 11:18

einfach herrlich zu lesen.... =D>
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Re: Die unendliche Geschichte oder wie bescheuert kann man s

Beitrag von Schlosser » Donnerstag 16. Mai 2013, 12:08

Mille grazie Jungs, heute kann ich auch drüber lachen.

Es gab aber auch Zeiten, da hätte ich den Hobel am liebsten im Rhein versenkt.

Vor allem die Teile und Leistungen, die manche Bude mit wohlklingenden Namen abgegeben hatte. Da würde sich jeder redliche Aufzünder vor Scham rosa färben.

Andererseits habe ich auch viele, tolle Läden mit netten, knorrigen, zerstreuten aber trotzdem fähigen Menschlingen kennen gelernt. Alleine das war es schon wert. Danke an diese geile Spezies.
Grüße,
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Re: Die unendliche Geschichte oder wie bescheuert kann man s

Beitrag von afro-r1 » Donnerstag 16. Mai 2013, 18:50

Bei mir ist das Basusmotorrad anders, sonnst ist die Geschichte aehnich.
2000 habe icgh mir gedacht, dass das Motorrad perfekt ist und ich an ihm nix aendern muss. Mittlerweile ist im Serienzustand nur Tacho, Schwingenachse und ein Paar kleinigkeiten.

Von Aufwand ist bei mir 3/4 Untersuchungen, Recherche, Grundideen und ev. detailierte CAD-Konstruktion, 1/4 ist die Fertigung (schweissen, fraesen und laminieren kann ich leider nicht)

(gut, dass du schon 2001 einige Digitalbilder gemacht hast)

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